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Presse

An dem Tag ordnete Heinrich Himmler die Deportation aller Sinti und Roma in KZs an.

Quelle: 

NDR

www.ndr.de

„Das Historikerlabor verwendet als Rahmenhandlung ein fiktives Symposium, bei dem Anthropologen und „Rassenhygieniker“ des Kaiser-Wilhelm-Instituts, der Leiter der Dienststelle für „Zigeunerfragen“ sowie SS-Führer über minderwertiges Leben, Sterilisierung, „Zigeunerplage“, Menschenversuche und Deportation sprechen. Das Datum des Symposiums, der 16. Dezember 1942, ist fiktiv, aber bewusst gewählt: An dem Tag ordnete Heinrich Himmler die Deportation aller Sinti und Roma in KZs an. Im Unterschied zu traditionellen Theaterstücken stehen nicht Schauspieler auf der Bühne, sondern es sind die Historiker selbst, meist freiberufliche Mitarbeiter Berliner Gedenkstätten und Museen. Sie tragen – im Wechsel mit Schülern verschiedener Berliner Schulen - Verordnungen, Zeugenaussagen und autobiografische Erinnerungen vor.“ Otto Langels, Vorbericht zur Aufführung, NDR, 20. Februar 2015

 


Das Dokumentar-Theater-Projekt: Die Wannsee-Konferenz, 1942

Quelle: 

www.historikerlabor.de

Das Dokumentar-Theater-Projekt zur Wannsee-Konferenz löste ein starkes und auch internationales Medienecho aus: von der BZ bis zum Neuen Deutschland, von der Nachrichtenagentur dapd bis zur Lausitzer Rundschau, vom rbb bis zu arte, vom niederländischen Rundfunk bis zum tschechischen Fernsehen, vom Feature im Kulturradio bis zum Kulturgespräch im SWR.

 


Die Zusammenstellung dieser Dokumente stellt schon allein eine beeindruckende Rechercheleistung dar.

Quelle: 

zeitgeschichte-online

zeitgeschichte-online

"Ebenso authentisch wie dieses Datum sind auch die Auszüge aus Dokumenten, die während der Aufführung vorgetragen werden. Die Zusammenstellung dieser Dokumente stellt schon allein eine beeindruckende Rechercheleistung dar, die das informative Programmheft dokumentiert, das so selbst zu einem Stück Forschungsliteratur avanciert. In dichter Beschreibung verfolgt der Abend, wie eine vermeintliche Wissenschaft dem Völkermord den Weg ebnete und wie eng „Euthanasie“, Shoah und Porajmos (das Verschlingen, wie die Roma die NS-Verfolgung in ihrer eigenen Sprache bezeichnen) zusammenhingen.Erschrecken durchfährt den Zuschauer, wenn er die Fülle der akademischen Titel der damaligen „Zigeunerforscher“ hört, mit den kruden Details ihrer „rassekundlichen“ Dissertationen konfrontiert wird und von deren Finanzierung durch die damalige Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erfährt." René Schlott, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam, Februar 2015

 


Durch die direkte Konfrontation des Publikums findet auch eine Auseinandersetzung mit der heutigen Situation der Sinti und Roma statt.

Quelle: 

Bayerischer Rundfunk

BR.de

"Weder Bühnenbild noch multimediale Mittel braucht das Theaterstück, um den Zusammenhang von Vorurteilen, hemmungsloser wissenschaftlicher Experimentierlust und dem kaltblütigen Exekutieren des "minderwertigen Lebens" nachzuzeichnen." Ursula Rütten, BR, 22. Februar 2015

 


Historiker wagen Theater-Experiment

Quelle: 

taz, 10. Januar 2012

www.taz.de

"Einen unkonventionelleren Zugang zum Thema wagt das Dokumentar-Theater-Projekt "Die Wannsee-Konferenz". Dafür haben 15 Historiker die Lebensläufe der 15 Konferenzteilnehmer studiert und daraus eine Performance mit "wissenschaftlichem Blick" gemacht. Die Historiker stellten Fragen an das Protokoll von Adolf Eichmann, dem zentralen Dokument der Konferenz. Wie diese dauert das Doku-Theaterstück 90 Minuten und beginnt zur selben Tageszeit - um 12 Uhr mittags."

Susanne Gannott, taz

 


Kalliniki Fili/Christian Tietz: Dokumentar-Theater- Projekt: Die Wannsee-Konferenz

Quelle: 

Medaon - Das Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung

www.medaon.de (Link zum PDF)

"Gleichzeitig werden die Zuschauer in diese Vergangenheits-Gegenwarts-Relation integriert. Im Zentrum steht eine Auseinandersetzung, keine fixierende und abschließende Deutung der historischen Quellen. Damit erweitern die theatralen Aufführungsverfahren auch den historiographischen Diskurs. Andere Wahrnehmungsformen treten hinzu, insbesondere das Anhören der gesprochenen, in den Quellen schriftlich fixierten Worte, aber auch die Imagination, das Entstehen von Bildern in den Köpfen der Zuschauer und Zuhörer."

 

Tobias Ebbrecht, Medaon

 


Kein Szenenwechsel. Kein Körpereinsatz. Auf der Bühne stehen keine professionellen Schauspieler sondern wissenschaftliche Sachverständige.

Quelle: 

WDR 3 Kultur am Sonntag

WDR 3 Kultur am Sonntag

"Die Bühne im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin-Dahlem braucht für das, was dort als fiktives Symposium am 16. Dezember 1942 von den Mitwirkenden des Berliner Historikerlabors verhandelt wird, kein Bühnenbild: es geht um Wissenschaftsgeschichte als organisierte Kriminalität. Die vorgetragenen Zitate lassen keine auch nur annähernden Anflüge von Unrechtsbewusstsein der hier vorgeführten wissenschaftlichen und polizeilichen Führungspersönlichkeiten erkennen. Die Regie unter Christian Tietz verzichtet auch bei diesem letzten Teil der Trilogie über „Die Erfindung und Vernichtung des Untermenschen“ - über den organisierten Mord an Juden, Slawen, Sinti und Roma durch die Nazis - auf jegliches multimediale Instrumentarium des zeitgenössischen Dokumentartheaters. Keine Videoprojektionen. Keine nennenswerten Lichteffekte. Kein Klangteppich. Kein Szenenwechsel. Kein Körpereinsatz. Auf der Bühne stehen keine professionellen Schauspieler sondern wissenschaftliche Sachverständige. Alle haben gemeinsam dieses Stück als eine Collage von Zitaten aus vielen überlieferten Quellen erarbeitet. Gebrochen wird die Täterperspektive vor allem durch die Stimmen der Verfolgten und Überlebenden. Vorgetragen von Schülern der Freien Waldorfschule Kreuzberg in einem parallelen kulturellen Bildungsprojekt." Ursula Rütten, WDR 3, 22. Februar 2015

 


Proben zur "Endlösung"

Quelle: 

Jüdische Allgemeine, 19. Januar 2012

www.juedische-allgemeine.de

"Das ist ziemlich umwerfend. Bahn brechend. Eine punktgenaue Sezierung und pünktliche Inszenierung zum 70. Jahrestag am exakt historischen Ort."

Helmut Kuhn, Jüdische Allgemeine

 


Zur Endlösung der Täterfrage.

Quelle: 

taz, 21./22. Februar 2015

www.taz.de

"Auf spielerische Gesten verzichtet der Berliner Regisseur Christian Tietz nahzu völlig. Die Texte sind grausam genug, um ein verstörendes Theater im Kopf der ZuschauerInnen zu erzeugen. Und der streng wissenschaftliche Zugang der Gruppe verstärkt noch das Entsetzen. Das war alles ganz real." Tobias Krone, taz