Filmvorstellung "In den Seiten der Zeit - Ich leb' so gern"
12.10.2026 von – Uhr
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt und ist ein gemeinsamer Beitrag des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und der Koordinierungsstelle Demokratie Marzahn-Hellersdorf.
Die Veranstaltung wird moderiert von Henny Engels, Sprecherin des Bündnisses. Auf dem Podium wird außerdem noch Klaus Lederer sitzen, Stellvertretender Regierender Bürgermeister von Berlin 2016 - 2023.
Mehr zum Film:
Ein Blick ins Tagebuch von Gerda M. Meyer von 1943 verrät: 21.August, Kofferpacken mit der geliebten Tante für den Transport, dann Urlaub mit Lilli. Wie war das vereinbar? Diese und hochaktuelle politische Fragen beantworten Studierende der Alice Salomon Hochschule Berlin in diesem intergenerational-partizipativen Theater- und Filmprojekt. Doch wie gelingt ein emotionaler Zugang und vertiefter Diskurs zum Alltag im deutschen Faschismus und welche ästhetischen Formen können dafür gefunden werden, wenn Zeitzeug:innen selbst nicht mehr sprechen können? Kann die Vergangenheit einer vor fast 100 Jahren gelebten Biographie mit der Gegenwart junger Menschen im Heute kommunizieren? Hierfür eröffnen bildreiche künstlerische Mittel eine Erinnerungsarbeit der besonderen Art. Zu sehen sind sowohl szenisch-poetische Interpretationen und Gedichte über die Tagebucheintragungen, als auch der intensive Kontakt mit der Urgroßnichte und Zweitzeitzeugin Ulrike Cordier, die Recherche in Archiven und an biographischen Orten. Dieser Film leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Thema der universell geltenden Menschenrechte, berührt dabei durch einen feinfühligen Umgang mit den Tagebüchern und ermutigt mit Gerda M. Meyers (Über-)Lebensmotto "Ich leb' so gern" zu mehr Zivilcourage.
Initiatorin des Projekts ist die Ur-Großnichte Ulrike Cordier, die die Tagebücher digitalisiert und die Studierenden während des Seminars begleitet hat. Unter Anleitung des Regie-Duos Professorin Johanna Kaiser und Filmemacher:in Johanna Pohland erarbeiteten die Studierenden performative Neuinterpretationen. Historisch verifiziert wurde der gesamte Arbeitsprozess vom Kooperationspartner Historikerlabor e.V.
Veranstaltungsort
Audimax der Alice Salomon Hochschule Berlin Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin
Veranstalter
Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
