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John Rabe - Endstation Siemensstadt

JohnRabe, 1938 © Privatarchiv
John Rabe in Nanking | Quelle: John Rabe Kommunikationszentrum e.V.

Foto (links): John Rabe, 1938 | Quelle: John Rabe Kommunikationszentrum e.V.

Foto (rechts):John Rabe in Nanking | Quelle: John Rabe Kommunikationszentrum e.V.

 

 

 

Als Geschäftsführer der Siemens-Niederlassung in Nanking setzte sich John Rabe im japanisch-chinesischen Krieg 1937 für den Schutz der dortigen Zivilbevölkerung ein und war als Vorsitzender eines international aufgestellten Komitees maßgeblich an der Rettung tausender Chines:innen vor der Ermordung durch die japanische Armee beteiligt. Gleichzeitig war er NSDAP-Mitglied, wurde nach Deutschland zurückbeordert, von der Gestapo verhört, zum Schweigen gezwungen und verlor seine frühere Stellung bei Siemens. 1945 erlebte er das Ende des 2. Weltkrieges in seiner Wohnung in Siemensstadt. Wer war dieser John Rabe?

 

In Kooperation mit dem modern art ensemble entsteht das Projekt "John Rabe - Endstation Siemensstadt" mit zwei Veranstaltungsreihen.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf www.johnrabe-siemensstadt.de.

 

Link zu unserem Ticketshop auf Eventbrite

 


 

Siemensstadt und John Rabe
Ein performativer Stadtspaziergang


02. Oktober 2021, 17.00 Uhr
03. Oktober 2021, 14.00 und 17.00 Uhr

 

Treffpunkt: Jugendplatz, Berlin-Siemensstadt
Eintritt frei | Anmeldung unter www.johnrabe-siemensstadt.de

 

Wie ist die Biografie John Rabes mit dem Aufstieg des Siemens- Konzerns verbunden? Im Vorfeld zur Uraufführung von Mayako Kubos Komposition „John Rabe – Endstation Siemensstadt“ in der Zitadelle Spandau lädt das Historikerlabor zu einem performativen Stadtspaziergang im aktuell entwicklungsfreudigsten Stadtteil Berlins: SIEMENSSTADT. Die spielerische Entdeckertour mit sportlichen Einlagen, Gesprächen, Musik und elektrischen Experimenten gibt anschauliche Einblicke in die Planung dieses Stadtteils, in die Entstehung des Weltkonzerns und in die Biografie des „Guten Deutschen von Nanking“.

 

Dauer: 80 Minuten


Recherche/Performance – Massih Chopan, Frederic Lenz, Olaf Löschke, Christine Zeides

Yvonne Ebeling, Beate Niemann, Anja Zok – Recherche
Regie/Dramaturgie – Simon Köslich

Flöte/Performance – Klaus Schöpp

 

 


 

John Rabe – Endstation Siemensstadt
Konzertperformance für Historiker:innen, Flöte,
Perkussion, Streichquartett und Elektronik (Uraufführung)


15. und 16. Oktober 2021, 19.30 Uhr
17. Oktober 2021, 18.00 Uhr
Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Eintritt: 18 EUR, ermäßigt 12 EUR
Tickets unter www.johnrabe-siemensstadt.de


Menschenretter und Held auf der einen, Mitglied der NSDAP und trauriger Kriegsverlierer auf der anderen Seite. Die in Berlin lebende
japanische Komponistin Mayako Kubo trägt schon lange den Gedanken, die ambivalente Persönlichkeit John Rabes künstlerisch auszuleuchten. Für das modern art ensemble hat sie unter dem Titel „John Rabe – Endstation Siemensstadt“ eine Szenenfolge nach Tagebuchaufzeichnungen entwickelt, die der Person John Rabes nachspürt. Das Historikerlabor e.V. schafft den Rahmen für die historischen Fakten und Quellen um die widersprüchlichen Lebensumstände dieses Spandauers. Eine musikalisch- dokumentarische Spurensuche.

 

Dauer: ca. 90 Minuten


Mayako Kubo – Konzept/Komposition | Ilka Seifert – Konzertdesign/Dramaturgie
Axel Vent – Sounddesign/Elektronik/Videos


Historikerlabor e.V. | Massih Chopan, Yvonne Ebeling, Frederic Lenz, Olaf Löschke –
Recherche/Performance | Beate Niemann, Silke Struck, Anja Zok – Recherche
Simon Köslich – Regie/Dramaturgie


modern art ensemble | Klaus Schöpp – Flöten/Darsteller | Almut Lustig –
Perkussion/Darstellerin | Theodor Flindell – 1. Violine | Michael Yokas – 2. Violine
Kirstin Maria Pientka – Viola | Cosima Gerhardt – Violoncello

 


 

 

Siemensstadt und John Rabe und John Rabe – Endstation Siemensstadt sind Koproduktionen des modern art ensemble mit dem Historikerlabor e.V.

 

Unterstützt durch den Spandauer Fonds für dezentrale Kulturarbeit, inm – initiative neue musik berlin e.V., Fonds Soziokultur „Neustart Kultur“, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bezirksamt Spandau - Kulturamt, „Initiative DRAUSSENSTADT“, die Friede Springer Stiftung, die Zitadelle Spandau sowie durch das Stadtteilbüro Siemensstadt.

 

John Rabe – Endstation Siemensstadt ist ein Kompositionsauftrag des modern art ensemble, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.