Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Ukrainian Hour Berlin (2022)

Ukrainian Hour Berlin
Das Historikerlabor e.V. hat Kontakt zu rund 250 ukrainischen Historiker*innen, Lehrer*innen, Journalist*innen, Gedenkstättenmitarbeiter*innen und anderen Multiplikator*innen der historisch-politischen Bildung. Die Kontakte wollen wir nutzen, um ukrainische Multiplikator*innen der historisch-politischen Bildung untereinander und mit Berliner*innen über Zoom-Gespräche zu vernetzen, im Rahmen einer sogenannten „Ukrainian Hour“: Immer donnerstags, von 13 Uhr bis 14 Uhr (Berliner Zeit - in der Ukraine ist es dann 14 Uhr bis 15 Uhr), laden wir ukrainische Redner*innen ein, ihre Themen in einer einstündigen Zoom-Sitzung vorzustellen: eine halbe Stunde Input, eine halbe Stunde Gespräch.
 
 
Das Projekt "Ukrainian Hour Berlin" wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Wir bedanken uns für die Unterstützung!
 

Nächste Termine mit Zoom-Link für das Gespräch

Die Zoom-Sitzungen werden aufgezeichnet und sukzessive auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Auf dieser Seite finden Sie nach Veröffentlichung den Link zur Aufzeichnung auf Facebook unter der jeweiligen Veranstaltung.

 

Hier geht es zum Zoom-Meeting:

 

Dem Zoom-Meeting beitreten:

https://us06web.zoom.us/j/84659937931

Meeting-ID: 846 5993 7931
Kenncode: 194843
Berlin: 13 Uhr
Kyiv: 14:00
Ukrainian hour Berlin 17.11.2022

17.11.2022, 13 Uhr -

"Particularities of the museum work under the conditions of the full-scale Russian invasion" -Zoom-talk with AllaHrushetska (Kyiv) - Only in English!

This meeting will be held in English (without translation).
Since the early days of the full-scale Russian invasion of Ukraine, the National Museum of the History of Ukraine in the Second World War has been documenting this war and highlighting it in its projects. These activities resulted in number of domestic and international exhibitions, in particular "Ukraine – Crucifixion". Presented in Kyiv on May 8, 2022, it is the world's first temporary exhibition on the full-scale Russian-Ukrainian war, the unique project on the war prepared during the same war.
 
Alla Hrushetska, the Museum's tour guide and former participant of the seminars at the House of the Wannsee Conference in Berlin, will speak about the activities of the Museum in wartime and her own experience of working under these conditions. The particular focus will be made on the communication with the visitors, many of whom have been affected by the brutal Russian aggression.
 
Join our Zoom meeting:
1 p.m. in Berlin
2 p.m. in Kyiv
Meeting-ID: 846 5993 7931
Kenncode: 194843

 

Ukrainian Hour Berlin, Dr. Oleksandr Maievskyi

24.11.2022, 13 Uhr -

"Das Plakat als Propagandamittel des totalitären Regimes während der Kriegsjahre" -

Zoom-Gespräch mit Dr. Oleksandr Maievskyi (Kyiv) und Dr. Johannes Spohr (Berlin)

Gast dieses Treffens ist Dr. Oleksandr Maievskyi (Kyiv), Senior Research Fellow an der Abteilung für Geschichte der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs vom Institut für ukrainische Geschichte. Er ist Generalsekretär des ukrainischen Nationalkomitees der Historiker beim Internationalen Komitee für Geschichtswissenschaften (ICHS). Dr. Oleksandr Maievskyi ist Autor von über 40 Artikeln zur visuellen Propaganda und der Monografie "Politisches Plakat und Karikatur als Mittel des ideologischen Kampfes in der Ukraine".
Im heutigen Gespräch werden wir Propagandastrukturen betrachten, die an der Entstehung, Produktion und Verbreitung visueller Propagandagrafiken sowohl in Nazideutschland als auch in der Sowjetunion am Vorabend und während des Zweiten Weltkriegs beteiligt waren. Anhand von Beispielen werden wir die gemeinsamen und charakteristischen Merkmale nationalsozialistischer und sowjetischer politischer Grafiken sehen. Und wir werden auch sehen, wie die sowjetische Plakatproduktion des Zweiten Weltkriegs von Putins Ideologen im aktuellen Krieg Russlands gegen die Ukraine eingesetzt wird.
Moderiert wird das Gespräch von dem deutschen Historiker Dr. Johannes Spohr. Er ist Autor der Monographie "Die Ukraine 1943/44: Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende". In Berlin führt er den Recherchedienst present past zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft (present-past.net). Dr. Johannes Spohr ist Mitglied im Vorstand des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI und engagiert im Hilfsnetzwerks für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine.
 
Meeting-ID: 846 5993 7931
Kenncode: 194843
 
Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

 

 

Vergangene Termine mit Aufzeichnung des Zoom-Gespräches

 

Der Link zu der Aufzeichnung befindet sich unter der Info zum Gespräch. Bitte beachten Sie, dass die Aufzeichnungen auf Facebook zur Verfügung gestellt werden. Die Ansicht ist ohne eigenes Konto möglich. Die Nutzungsbedingungen von Facebook gelten bei Abruf der Videos.

Ukrainian Hour Berlin, Anzhela Beljak

22.09.2022, 13 Uhr -"Aufgaben suchen, Sinn verlieren und neu entdecken" -Zoom-Gespräch mit Anzhela Beljak, Kyiv/Iasi

Anzhela Beljak (Foto: privat)
Anzhela Beljak koordinierte bis Februar von ihrem Büro in Kyiv aus den Einsatz von deutschen Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in der Ukraine und Belarus und war mitverantwortlich für Freiwillige, die aus der Ukraine und Belarus in Deutschland als Freiwillige Dienst taten. Durch den russischen Überfall auf die Ukraine Krieg mussten die Programme eingestellt werden.
 
Anzhela Beljak lebt seit März 2022 mit ihren Kindern im rumänischen Iasi. Sie berichtet uns im Zoom-Gespräch von ihren regelmäßigen Fahrten in die Ukraine: Dort koordiniert sie humanitäre Projekte für Überlebende der NS-Verfolgung und ältere Menschen in der Ukraine, oft in Zusammenarbeit mit dem Verein Kontakte-Kontakty.
 

Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 22.09.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook

 
Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
Ukrainian Hour Berlin, Lesia Yurchichin, Vladyslav Rublenko, Dr. Anatolii Podolskyi

29.09.2022, 13 Uhr -

"Wie kann man über den 2. Weltkriegs und den Holocaust in der Ukraine nach dem 24.2. unterrichten?" -

Zoom-Gespräch mit Lesia Yurchichin (Kyiv) und Vladyslav Rublenko (Dnipro), Moderation: Dr. Anatolii Podolskyi (Kyiv)

"Wie kann man über den 2. Weltkriegs und den Holocaust in der Ukraine nach dem 24.2. unterrichten?"/
 
Für unser heutiges Gespräch haben wir Lesia Yurchichin (Kyiv) gewinnen können - laut dem ihr 2020 verliehenen Global Teacher Prize Ukraine die beste Lehrerin für Staatsbürgerkunde. Sie ist Autorin des Kurses "Grundlagen des Rechts" für die 9. Klasse der Allukrainischen Online-Schule, Co-Autorin von Methodik-Handbüchern und verschiedenen Artikeln in "Osvitoria Media".
Sie spricht mit Vladyslav Rublenko (Dnipro), Geschichtslehrer am Wissenschaftlichen Lyzeum für Internationale Beziehungen. Er nahm an verschiedenen Bildungsprojekten auf ukrainischer und internationaler Ebene teil und beschäftigt sich vor allem mit dem Holodomor 1932-1933 und dem Holocaust in der Ukraine.
Moderiert wird das Gespräch von Dr. Anatolii Podolskyi (Kyiv), dem Direktor des Ukrainischen Zentrums für Holocaust-Studien und wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts für Theorie und Geschichte der Politikwissenschaft. Er leitet zudem das Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur des Kuras-Instituts für politische und ethnische Studien der Ukraine. Seine Dissertation schrieb er zum „Nazi-Völkermord an Juden in der Ukraine (1941-1944)“. Er schrieb mehr als 90 Artikel über die Geschichte der Juden in der Ukraine und die Geschichte des Holocaust in der Ukraine und Osteuropa.
 
Das Gespräch auf Ukrainisch wurde simultan übersetzt.
 

Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 29.09.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)

 

 
Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
Ukrainian Hour Berlin, Prof. Oksana Dovhopolova (Odessa) und Dr. Oleksandr Voronyuk (Irpin)

06.10.2022, 13 Uhr -

„Das Böse nach dem Holocaust“ -

Zoom-Gespräch mit Dr. Oleksandr Voronyuk (Irpin) und Prof. Oksana Dovhopolova (Odessa)

„Das Böse nach dem Holocaust“ - Zoom-Gespräch mit Dr. Oleksandr Voronyuk (Irpin) und Prof. Oksana Dovhopolova (Odessa), Do., 6.10., Berlin: 13-14 Uhr / Kyiv: 14-15 Uhr. Link unten!
 
Wir sprechen seit langem davon, in einer Zeit „nach Auschwitz“ zu leben. Auschwitz war die Manifestation des Bösen schlechthin. Der Ruf "Nie wieder Auschwitz" ist selbstverständlich, aber er kann auch zu einer Abwertung des "Nie wieder" führen - und damit den Boden für Russlands völkermörderische Aktionen in der Ukraine schaffen.
Unser Sprecher ist Dr. Oleksandr Voronyuk (Irpin). Er ist Historiker, Kandidat der philosophischen Wissenschaften, Geschichtslehrer am Lyzeum „Intelekt“. Er ist freier Mitarbeiter des Ukrainian Center for Holocaust Studies, Forscher bei der Zal Kaplun Foundation, Autor des Buches „Philosophie des Heiligen“.
 
Das Gespräch wird von Prof. Oksana Dovhopolova (Odessa) moderiert. Frau Dovhopolova ist promovierte Geschichtsphilosophin, Kuratorin der Memory Culture Platform Past / Future / Art, Professorin am Institut für Philosophie der Odessa I.I. Mechnikov National University und Mitglied der Memory Studies Association.
 
Das Gespräch auf Ukrainisch wurde simultan übersetzt. Aufgrund der Technik ist die Übersetzung nicht mit aufgezeichnet worden.
 
Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 06.10.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)
 
Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
Ukrainian Hour Berlin, Nadia Ufimtseva
13.10.2022, 13 Uhr -
Fantastic Jewish books and where to find them. Stolen treasures -
Zoom-talk with Nadia Ufimtseva (Khmelnitsky) and Dr. Wolf Kaiser (Berlin) - Only in English!
This meeting will be held in English (without translation).
While the Nazi regime started their crimes against humanity, they were already hard at work perpetrating cultural crimes.
When the Nazi soldiers looted Europe’s libraries and bookshops, sometimes the books they stole were not burned. The libraries of many opposition groups were appropriated and used as an intellectual weapon against their owners. But when the war was over, most books were never returned.
For those who lost their lives in the Holocaust, these books are often one of the last documented evidence of their existence. Bookplates and handwritten notes in the margins tell some fascinating stories.
Our speaker Nadia Ufimtseva received her MA in History and Jewish Studies at the National University of Kyiv-Mohyla Academy. She is currently working on her PhD thesis about Jewish printed book collections as a source of the history of the Jewish community of Kamianets-Podilsky in the 1860s –1930s. Her scholarly interests include Jewish material culture in Ukraine, Judaica, and more specifically - Jewish printed books. Nadia is also a Program Director at the Ukrainian Association for Jewish Studies.
With the beginning of the Russian full-scale invasion of Ukraine, Nadia was evacuated from Ukraine with her 1-year-old daughter and 70-year-old mother to Bulgaria, but recently they returned home, in Khmelnitsky, Ukraine.
The conversation will be moderated by historian Dr. Wolf Kaiser (Berlin), former vice director and head of the educational department of the Haus der Wannsee-Konferenz (House of the Wannsee Conference). He regularly organised seminars with groups from Ukraine at the educational and memorial site in Wannsee. Many of the speakers of our Ukrainian Hour were participants of the seminars.
 
Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 13.10.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)

 

Ukrainian Hour Berlin, Roksana Gamarnik und Natella Andriushchenko

27.10.2022, 13 Uhr -"Ehrenamtliche Hilfe und gemeinnützige Arbeit ukrainisch-jüdischer Organisationen im Krieg" -Zoom-Gespräch mit Roksana Gamarnik und Natella Andriushchenko, ukrainisch-deutsch simultan übersetzt

Roksana Gamarnik ist Präsidentin der Organisation „Jewish Forum of Ukraine“ und Leiterin der Wohltätigkeitsorganisation „Jewish Fund in Ukraine“ in Kyiv. In Friedenszeiten engagierten sich diese beiden Organisationen in der gesamten Ukraine für die Bewahrung der jüdischen Kultur und Tradition.
Seit den ersten Kriegstagen haben Mitarbeiter*innen und Freiwillige des Jüdischen Forums der Ukraine und des Jüdischen Fonds in der Ukraine aktiv der Zivilbevölkerung und dem Militär mit Kleidung, Unterkünften, Lebensmitteln und allem Notwendigen geholfen.
Natella Andriushchenko ist in Bila Tserkwa Direktorin einer jüdischen Schule und Leiterin der jüdischen Gemeinde. Vor dem Krieg engagierte sich Natella vor allem für Bildungs- und Kulturprojekte, die Bewahrung des jüdischen Erbes und das Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Gerechten unter den Völkern.
Nach dem 24. Februar wurde die jüdische Schule in Bila Tserkwa zu einem Zufluchtsort für Bewohner*innen während Luftangriffen, zu einem vorübergehenden Wohnheim für Flüchtlinge zu Beginn des Krieges und zu einem Freiwilligenzentrum für gegenseitige Hilfe für alle Bedürftigen.
 
Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 27.10.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)
 
"Добровільна допомога та благодійна діяльність українських єврейських організацій під час війни"
Роксана Гамарник – президент Всеукраїнської громадської організації «Єврейський форум України» й голова Всеукраїнської благодійної організації «Єврейський фонд в Україні». В мирні часи обидві ці організації займалися збереженням єврейської культури, пам’яті (спадщини), захистом інтересів та збереженням традицій єврейського народу.
З перших днів війни співробітники й волонтери Єврейського форуму України та Єврейського фонду в Україні активно допомагають цивільному населенню одягом, розміщенням та облаштуванням переселенців, продуктами й усім необхідним, а також надають допомогу військовими машинами й багатьма іншими необхідними речами в різних регіонах України.
Нателла Андрющенко – директор єврейської школи в українському місті Біла Церква й голова єврейської спільноти. До війни Нателла переважно займалася освітніми та культурними проєктами, збереженням єврейської спадщини й пам’яті про жертв Голокосту та Праведників народів світу.
Після 24 лютого єврейська школа в Білій Церкві стала сховищем для мешканців під час повітряних тривог, тимчасовим центром проживання для біженців на початку війни та волонтерським центром взаємодопомоги для всіх, хто цього потребує.

 
Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 27.10.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)
 

 

Ukrainian Hour Berlin "Connecting Memory"

03.11.2022, 13 Uhr -

"Gedenken an die Holocaust-Opfer während des aktuellen Krieges gegen die Ukraine" -

Zoom-Gespräch mit Vitalii Bobrov (Kyjiw) und Taras Grytsiuk (Kyjiw), ukrainisch-deutsch simultan übersetzt

Gedenken an die Holocaust-Opfer während des aktuellen Krieges gegen die Ukraine/Пам'ять про масові поховання та Голокост під час війни в Україні.
Розмова проходитиме українською мовою з перекладом німецькою.

Das Gespräch auf Ukrainisch wird simultan übersetzt.
 
Die Gäste der Ukrainian Hour am 3. November (13.00 Uhr Berlin, 14.00 Uhr Kyjiw) sind Vitalii Bobrov, Koordinator der Bildungsarbeit des Projekts „Netzwerk Erinnerung“ und Mitarbeiter des Ukrainischen Zentrums für Holocaust Studien in Kyjiw, sowie Taras Grytsiuk, Koordinator für die Zusammenarbeit mit den lokalen Initiativen, Trainer und Mitglied von "Andere Bildung" ("Інша Освіта"), Kyjiw.
Vitalii Bobrov und Taras Grytsiuk sprechen über:
- das Projekt "Netzwerk Erinnerung" und seine Entwicklung seit Kriegsbeginn;
- die Unterstützung der Initiativen als ein Mittel, die Erinnerung an den Holocaust in der Ukraine zu bewahren;
- die Motivation von Projektbeteiligten und „Agenten der Erinnerungskultur“, für das Gedenken an die Holocaust-Opfer auf der lokalen Ebene zu arbeiten;
- die sich verändernde Wahrnehmung des Projektes unter der Teilnehmenden;
- die Wiederherstellung der Gedenkpraktiken und die Herausbildung neuer Formen der Erinnerung.
 
Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 03.11.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)
 
Пам'ять про масові поховання та Голокост під час війни в Україні.
Розмова проходитиме українською мовою з перекладом німецькою.
Розкажемо:
- про проєкт «Мережа пам’яті» та його зміни з початком війни;
- про підтримку спільнот, як ключ до збереження пам’яті про Голокост в Україні;
- про мотивацію учасників проєкту, місцевих агентів пам’яті, до роботи з місцями пам’яті та вшанування жертв Голокосту на локальному рівні;
- про динаміку сприйняття тематики проєкту;
- про поступове відновлення практики проведення пам’ятних церемоній та становлення нових практик пам’яті, навіть в часі повномасштабної війни в Україні.
Ведучі:
Віталій Бобров, координатор освітньої складової проєкту, тренер, співробітник Українського центру вивчення історії Голокосту, Київ
Тарас Грицюк, координатор роботи зі спільнотами проєкту, тренер, член Іншої Освіти, Київ

 

Ukrainian Hour Berlin, Dr. Oleksandr Kruglov

10.11.2022, 13 Uhr -

"Der Holocaust in der Ukraine (1941 - 1944)" -Zoom-Gespräch Dr. Oleksandr Kruglov (Charkiw) und Dr. Johannes Spohr (Berlin)

Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten über 2,6 Millionen Jüdinnen und Juden auf dem Territorium der Ukraine (in den heutigen Grenzen); gemessen an der Zahl der Jüdinnen und Juden stand die Ukraine an erster Stelle in Europa und an zweiter Stelle in der Welt (nach den USA).
Die Ermordung der jüdischen Bevölkerung in der Ukraine durch die deutschen Besatzer und ihre Komplizen begann bereits am 22. Juni 1941 und dauerte bis zur Befreiung der Ukraine.
Die Gesamtzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden in der Ukraine wird auf 1,6 Millionen Menschen geschätzt. Die überwiegende Mehrheit von ihnen wurde erschossen.
Vor der Vernichtung wurden Jüdinnen und Juden in Ostgalizien, in Wolhynien, in Podolien, in Transkarpatien und teilweise in der Ukraine am rechten (westlichen) Ufer des Dnjepr in Ghettos konzentriert. Auf dem übrigen Territorium der Ukraine wurden keine Ghettos etabliert, da die jüdische Bevölkerung hier unmittelbar oder kurz nach der Besetzung ermordet wurde.
Insgesamt verlor die Ukraine während der Besetzung durch die Nazis ungefähr zwei Drittel ihrer jüdischen Bevölkerung aus der Vorkriegszeit.
Unserer Sprecher ist Dr. Oleksandr Kruglov (Charkiw) – ein bekannter Spezialist für die Geschichte des Holocaust, Autor zahlreicher Monographien und Artikel zum Thema.
Moderiert wird das Gespräch vom Historiker Dr. Johannes Spohr (Berlin). Er ist Autor der Monographie "Die Ukraine 1943/44: Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende". In Berlin bietet er einen Recherchedienst zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft an (present-past.net). Dr. Johannes Spohr ist Mitglied im Vorstand des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI und engagiert im Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine.
 

Link zur Aufnahme des Zoom-Meetings vom 10.11.2022 auf Ukrainian Hour Berlin auf Facebook  (folgt noch)